REGELN - Offene Deutsche eMail-Diplomacy-Meisterschaft
Wir gehen davon aus, dass alle Spieler die Regeln des Spiels kennen! Grundsätzlich gelten die Ludomaniac Standard-Regeln, wie sie hier hinterlegt sind. In Streitfällen entscheidet Ludomaniac's Rat der Weisen in Abstimmung mit der Turnierleitung.

Eckpunkte des DM-Modus

  • 2 Vorrunden, neben den Siegern füllen die Spieler mit den besten Ergebnissen aus beiden Vorrundenpartien die Halbfinalplätze auf (summarische Wertung). Die Finalteilnehmer des Vorjahres werden für die Halbfinals gesetzt.
  • Ein geteilter erster Platz in einer Partie ermöglicht keine automatische Qualifikation für die nächste Runde.
  • Spieler bekommen je nach Platzierung einen Bonus für die nächste DM (Tiebreaker-Funktion)
  • Startberechtigt sind alle Spieler, die mindestens eine abgeschlossene Partie auf einem der drei deutschen Spielsysteme beendet haben.
  • Spieler, die in der vergangenen DM-Runde die Partien verlassen haben, sind nicht startberechtigt. Ebensowenig Spieler, die wegen Doppelaccounts etc. gesperrt sind.
  • Neu ab Runde 2011/12: NMR ohne Rauswurf werden nicht mehr mit Punktabzügen bestraft. Außerdem wird die Länderverteilung der Finalpartie zukünftig ausgelost.


1. Zuteilung der Spieler zu den Partien und Zeitplan

1.1 Startberechtigung
Startberechtigt sind alle Spieler, die mindestens eine abgeschlossene Partie auf einem der drei deutschen Spielsysteme (Ludomaniac, Lepanto, GS) beendet haben (Ersatzpartien reichen nicht). Weitere Startberechtigungen können von der DM-Leitung nach Prüfung des Einzelfalls anerkannt werden. Sperren nach Ziffer 4.2 sind zu beachten.

1.2. Spieler und Länder
Gespielt wird die Standard-Variante. Alle Spieler werden den Partien zugelost. Die Länderverteilung wird ebenfalls ausgelost. Im Halbfinale bekommt jeder Spieler ein anderes Land zugelost, als er in der Vorrunde gespielt hat, falls dies möglich ist. Die Auslosung für das Halbfinale wird wiederholt, falls einem Spieler die gleiche Nation wie in der Vorrunde zugelost worden ist. Im Finale wird die Länderverteilung ebenfalls ausgelost, jedoch nicht wiederholt..

1.3. Zeitplan und ZATs
Die Meisterschaft gliedert sich in 4 Abschnitte:

  • Runde 1 bis H 1910
  • Runde 2 bis H 1910
  • Halbfinale bis H 1912
  • Finale bis H 1912

Das Enddatum der Runden kann von der Turnierleitung verlängert oder verkürzt werden. Die Abgabe der Züge erfolgt in der Regel mindestens einmal pro Woche. Längere Abweichungen sind mit der Turnierleitungen abzustimmen.

Standardmäßig wird mit einer Spielphase gespielt:

  • Bewegungsbefehle, Rückzüge, Aufbauten und Abbauten

Auf Wunsch eines Spielers wird abweichend vom üblichen Ludo-Spielsystem eine zusätzliche kombinierte Spielphase im Abstand von mind. 24 und max. 48 Std. nach der Zugauswertung eingerichtet:

  • Phase 1) Bewegungsbefehle
  • Phase 2) Rückzüge, Aufbauten und Abbauten

Es ist trotzdem möglich, im Vorhinein konditionierte Züge abzugeben. Diese können bei Bedarf in der Rückzugs-/Aufbauphase korrigiert werden.

Weiterhin ist es möglich, mit Einverständnis aller Spieler, zwei zusätzliche Spielphasen einzurichten. Auch für diese gilt jeweils eine Frist von mindestens 24 Stunden und maximal 48 Stunden:

  • Phase 1) Bewegungsbefehle
  • Phase 2) Rückzüge
  • Phase 3) Aufbauten und Abbauten

Die Spielleiter sind angehalten, den Endtermin der jeweiligen Runde einzuhalten. Andernfalls behält sich die Turnierleitung vor, die Partie abzubrechen und entsprechend der zu diesem Zeitpunkt vorliegenden (Herbst-)Stellung in die Wertung aufzunehmen.

2. Qualifikation

2.1. Grundsatz

Die Finalisten des Vorjahres sind automatisch für das Halbfinale der aktuellen DM qualifiziert und werden dort als Gruppenköpfe gesetzt. Die verbliebenen 42 Plätze werden nach dem "Reformierten Zwei-Chancen-Modell" ermittelt:

Es werden zwei Vorrunden, eine Halbfinalrunde mit sieben Partien und eine Finalpartie ausgetragen. Die Qualifikation erfolgt anhand von Spielergebnis-Listen (Rankings), siehe unten. Spieler, der in ihren Partien als alleiniger Sieger ermittelt werden (mindestens ein VZ mehr als jeder Mitspieler) erreichen hierbei stets die nächste Runde.

Falls es weniger als 42 Vorrundenpartien gibt (bei einer Teilnehmerzahl von weniger als 294) werden die verbliebenen Halbfinalplätze in der 2. Vorrunde ausgespielt. Die Anzahl der zu vergebenden Plätze für das Halbfinale bestimmt die Anzahl der Partien der 2. Vorrunde. Wenn nicht alle Partien für Runde 2 mit den übrig gebliebenen Teilnehmern aus Runde 1 besetzt werden können, können in Runde 2 auch Spieler antreten, die an Runde 1 nicht teilgenommen haben. Sie werden in der Reihenfolge ihrer Anmeldung berücksichtigt. Spieler, die in Runde 1 ihre Partie verlassen haben (NMR etc.), erhalten keine Startberechtigung für Runde 2.
Ist die Anzahl der nicht qualifizierten Teilnehmer aus Runde 1 größer als für die Partien in Runde 2 erforderlich ist, wird die Startberechtigung anhand einer Rangliste der Runde 1 (s. 2.5) ermittelt. Die alleinigen Sieger aus Runde 1 sind nicht zum Start in Runde 2 berechtigt, auch nicht als Ersatzspieler. Die alleinigen Sieger aus Runde 2 sind für das Halbfinale qualifiziert.

Ist die Anzahl der Sieger in den Runden 1 und 2 insgesamt kleiner als 42 werden die restlichen Plätze für das Halbfinale unter Verwendung einer Rangliste aus den Runden 1 und 2 ermittelt (siehe 2.5).

Ersatzspieler können sich qualifizieren, sofern sie bis einschließlich Herbst 1903 in die Partie hinein gekommen sind. Ersatzspieler in Runde 2 werden ggf. nach Rangliste aus Runde 1 eingesetzt. Ersatzspieler, die bereits in einer laufenden DM-Partie als regulärer Spieler mitwirken, haben keine Qualifikationsmöglichkeit.

2.2. Rechenbeispiele

Rechenbeispiel 1:

Teilnehmerzahl 140 macht 20 Vorrundenpartien. Die 20 Sieger sind für das Halbfinale qualifiziert.
Übrig bleiben 120 nicht qualifizierte Teilnehmer (ca. 17 Partien) und 22 zu vergebende Halbfinalplätze. In diesem Fall ist Runde 2 wieder offen für Neueinsteiger.

Rechenbeispiel 2:

Teilnehmerzahl 186 macht 26 Partien in Runde 1. Die 26 Sieger sind für das Halbfinale qualifiziert. Übrig bleiben 160 nicht qualifizierte Teilnehmer bei 16 zu vergebenden Plätzen für das Halbfinale (112 Teilnehmer). In diesem Fall werden die Plätze von den Teilnehmern der Runde 1 nach Maßgabe ihres jeweiligen Ergebnisses aufgefüllt. Nur wenn sich weniger als 112 Teilnehmer für Runde 2 anmelden, werden die Restplätze mit Neueinsteigern besetzt.

2.3. Siegbedingung

Gespielt wird bis zu einem Solo-Sieg einer Großmacht (Besitz von 18 VZ nach einem Herbstrückzug), maximal jedoch bis zum festgesetzten Rundenende (Ziffer 1.2). Sollte zu diesem Zeitpunkt kein Sieger feststehen, wird die Partie beendet. Die Reihenfolge der Platzierungen ergibt sich dann aus den beherrschten VZ nach dem letzten Herbstrückzug vor Spielabbruch. Beherrschen mehrere Nationen gleich viele VZs, teilen sie sich die Plätze.

Beachte: Nur ein alleiniger, d.h. ungeteilter Sieg führt zur direkten Qualifikation zum Halbfinale oder zum Finale!

2.4. Vorzeitiges Spielende

Abweichend zu den Ludomaniac-Standardregeln ist ein Draw nicht möglich. Möglich ist ab Herbst 1908 ein Kapitulationsvertrag, in dem sich alle noch auf dem Brett vertretenen Spieler entsprechend den Ludomaniac-Regeln auf eine genaue VZ-Verteilung einigen. Die Punktevergabe für die auf dieser Grundlage ermittelten Rangfolge erfolgt gemäß Ziffer 2.5.

2.5 Ranglisten

Die Qualifikation für Vorrundenpartie 2, die Halbfinalpartie und die Finalpartie erfolgt anhand von Ranglisten, die für jede Runde neu ermittelt werden.

Die Punktevergabe erfolgt je Partie folgendermaßen:

  • Platz 1: 64 Punkte plus VZ (ungeteilter Platz 1: 100 Punkte; ungeteilter Platz 1 in Vorrunde 1: 200 Punkte)
  • Platz 2: 32 Punkte plus VZ
  • Platz 3: 16 Punkte plus VZ
  • Platz 4: 8 Punkte plus VZ
  • Platz 5: 4 Punkte plus VZ
  • Platz 6: 2 Punkte plus VZ
  • Platz 7: 1 Punkte plus VZ
  • Spieler ohne VZ, sowie die Mitspieler im Fall eines Solosieges (>17VZ eines Spielers) erhalten keine Punkte.

Gewertet werden die VZ-Stände nach dem letzten gespielten Herbstrückzug. Bei gleicher VZ-Zahl werden die Punkte für die Plätze der am Gleichstand beteiligten Spieler gleichmäßig verteilt. Beispiel: Haben die zweit- bzw. drittplatzierten Spieler gleich viele VZs, so teilen sich beide Spieler Platz zwei und drei und erhalten jeweils (32+16)/2+VZ=24+VZ Punkte.

Ergänzend werden für jedes Ranking die Ergebnisse der vorherigen DM mit Bonuspunkten berücksichtigt. Dazu werden anhand der Platzierung Bonuspunkte verteilt.

  • Platz 01-07: 10 Bonuspunkte
  • Platz 08-21: 8 Bonuspunkte
  • Platz 22-35: 6 Bonuspunkte
  • Platz 36-49: 5 Bonuspunkte
  • Platz 50-75: 4 Bonuspunkte
  • Platz 76-100: 3 Bonuspunkte
  • Ersatzspieler unabhängig vom erreichten Platz: 3 Bonuspunkte

Spieler die eine Partie verlassen oder nicht antreten, fallen aus dem Klassement.

Für die Qualifikation zu den Halbfinalpartien werden die summierten Spielergebnisse aus beiden Vorrundenpartien herangezogen.

Tie-Breaker bei Punktegleichstand sind
a) für die Ermittlung des Deutschen Meisters:

  • die Platzierung im Halbfinal-Ranking

b) für die Ermittlung der Finalpartie-Teilnehmer:

  • die Platzierung im Vorrunden-Ranking

c) für die Ermittlung der Halbfinal-Teilnehmer:

  • höchster Platz in einer der gespielten Vorrunden-Partien
  • höchste VZ-Zahl in einer der gespielten Vorrunden-Partien

Kann eine eindeutige Entscheidung nicht getroffen werden, entscheidet jeweils das Los.

Die Finalisten des Vorjahres werden für die Halbfinals so gewertet, als hätten sie eine Vorrundenpartie als Erstplatzierte mit 17 VZ abgeschlossen.

Für qualifikationsberechtigte Ersatzspieler wird deren persönlicher Bonus gewertet. Etwaige Spielergebnisse des ersetzten Spielers in vorlaufenden Partien oder Ranklisten werden nicht übernommen, sondern ggf. mit Null bewertet.

2.6 Gesamt-Klassement der DM

Der Ausgang der Finalpartie entscheidet über die Ränge 1-7 im Gesamt-Klassement. Die Ränge 8-49 werden unter den Spielern vergeben, die im Halbfinale ausgeschieden sind. Die übrigen Ränge werden nach dem Vorrunden-Ranking verteilt.

3. NMR und Ersatzspieler

3.1 Keine Auswertung bei NMR

Fehlen Züge eines Spielers, wird die Partie VOR der Auswertung angehalten!!! Der Spieler erhält eine Frist von zwei Werktagen (48 h), um seine Züge nachzureichen. Gehen die Züge auch in der Nachfrist nicht ein, setzt der Spielleiter in Absprache mit der Turnierleitung einen Ersatzspieler ein.

Der zweite NMR-Zug eines Spielers hat dessen Ausscheiden aus der Partie ohne erneute Fristsetzung zur Folge. Auch in diesem Fall wird das Spiel VOR der Auswertung unterbrochen und Ersatz gesucht.

Eine fehlende Angabe der Rückzüge, Abbauten oder Aufbauten wird nicht als NMR gewertet, es wird keine Nachfrist gesetzt. Einheiten werden ggf. entsprechend dem Ludomaniac-Regelwerk aufgelöst bzw. abgebaut.

3.2. Sanktionen

Der erste NMR führt zu einer Verwarnung. Ein Punktabzug erfolgt seit der DM 2012/13 nicht mehr.
Der zweite NMR erzwingt den Ausschluss des Spielers aus dem Turnier.

3.3. Gleiches NMR-Handling in allen Partien

Der Spielleiter erhält den Spielraum, Züge anzuerkennen, die ihn nach dem ZAT, aber vor der von ihm geplanten Auswertung erreichen. Der Spielleiter muss ein einheitliches Handling für alle Spieler sicherstellen und sollte seine Spieler vor Partiebeginn entsprechend informieren.

Darüberhinaus ist das beschriebene NMR-Handling für alle Spielleiter bindend. Anderweitige Hausregeln sind nicht zulässig.

3.4. Vorübergehende Abwesenheit eines Spielers

Ein Spieler kann rechtzeitig vor Ablauf des ZATs dem Spielleiter einen Ersatzspieler benennen, der ihn zeitweise in seiner Partie ersetzt (maximale Abwesenheit ca. 2-3 Wochen). Die Spielleiter informieren unverzüglich die Turnierleitung. Diese kann den Ersatzspieler ablehnen und statt dessen einen neuen Spieler einsetzen.

3.5. Freiwilliges Ausscheiden aus der Partie

Falls ein Spieler die Partie aus Termingründen, Krankheit oder sonstiger "höherer Gewalt" nicht beenden kann, so muss er dies dem SL rechtzeitig vor Ablauf des ZAT bekannt geben, damit der SL Zeit hat, einen Ersatzspieler zu besorgen. Für die DM wird ein besonderer Ersatzspielerpool eingerichtet. Vor "Entnahme" durch den Spielleiter ist unbedingt die Turnierleitung zu informieren. Sollte dort kein Ersatz mehr bereitstehen, kann auch ein Spieler, der bereits in einer anderen DM-Partien mitspielt, eingesetzt werden. In diesem Fall kann er sich über die Ersatzpartie nicht für die nächste Runde qualifizieren.

4. Sonstiges

4.1. Kommunikation während der Partie

Alle Mitteilungen eines Spielers an seine Mitspieler müssen mit dessen Namen oder einer anderen ihn als Absender identifizierenden Information (z.B. E-Mail-Adresse) gekennzeichnet sein. Es ist insbesondere unzulässig, Mitteilungen so zu kennzeichnen, dass der Eindruck erweckt wird, die Mitteilung stamme von einem anderen Mitspieler.

4.2. Konditionierungen

Zur Klarstellung: Auch bei der DM können konditionierte Rückzüge, Aufbauten- und Abbauten gemäß den im Ludomaniac-Standard-Regelwerk hinterlegten Regeln angegeben werden.

4.3. Spielsperren

Die Spieler werden überprüft, ob Sie auf einem der Spielsysteme (Lepanto, Ludomaniac, Graue Substanz) wegen Doppelaccount , Schummelei oder einem vergleichbarem Grund gesperrt sind. Eine Sperre auf einem der Spielsysteme führt auch nach Turnierbeginn zum Ausschluss von der DM.

Spieler, die in der vergangenen DM-Runde ihre Partie verlassen haben, sind für die nächste DM-Partie, für die sie theoretisch spielberechtigt wären, gesperrt. Das gilt auch jahrgangsübergreifend.

4.4. Streitfälle

In Streitfällen entscheidet Ludomaniac's „Rat der Weisen“ in Abstimmung mit der Turnierleitung.

4.5. Änderungsvorbehalt

Änderungen dieser Regeln durch die Turnierleitung, insbesondere bezüglich der Qualifikations-Regelung, auch während des laufenden Turniers, bleiben vorbehalten!

Turnierleitung , 20.06.2011


veranstaltet von Diplomacy per email - Ludomaniac